Online Angebote

In der jetzigen Krise wiederholen die großen Institution den Fehler, den sie seit einem Vierteljahrhundert im Zusammenhang mit der Digitalisierung machen. Sie reproduzieren: https://orf.at/kulturjetzt/stories/3158546/
Diese Problematik wurde vom INST bereits 2005 im Rahmen der Weltkonferenz zum Thema Innovationen und Reproduktionen in Kulturen und Gesellschaften analysiert. Es war eine von 8 Weltkonferenzen (die erste dieser Weltkonferenzen fand 1999 in der UNESCO Zentrale in Paris statt).
Aus der Armut heraus wurden Experimente versucht, die hier beispielhaft im Angesicht des Ausnahmezustandes vorgestellt werden.
Denn die Nicht-Finanzierung betrifft auch die Virenforschung. Die Nicht-Finanzierung traf auch große Institutionen wie das Burgtheater (dass eine Buchhalterin nun verurteilt werden soll, ist ein Skandal). VertreterInnen von Gegenkonzepten wurden in die Armut getrieben, existentiell vernichtet.
Nun – im Angesicht eines neuen Umgangs mit dem Tod – werden Gegenmodelle in einem Europa vorgestellt, das seine Spaltung, seine Ausplünderung zulässt. Denn während allein in Österreich rund 150.000 Menschen in wenigen Tagen arbeitslos wurden – und es werden wohl noch mehr -, verdient Microsoft an seinen Programmen, stellt Amazon 100.000 neue MitarbeiterInnen ein, verdienen Finanzfonds.
Es geht jetzt um digitale Gegenmodelle. Aber es wird in Zukunft auch um die Quantentechnologie gehen. Es wird nicht reichen zu formulieren: The future is Quantum. Das hat mit den Möglichkeiten zur Bekämpfung der Krankheit zu tun, aber auch mit neuen Kommunikationsstrukturen, mit einer grundsätzlichen Energieersparnis im Sinne des Klimaschutzes.
Das digitale Angebot, das seit den 1980er Jahren entwickelt und medial nicht wirklich wahrgenommen wurde (wohl aber von Schulen, Theatern, Universitäten, Radioanstalten, Filmemachern etc. weltweit):

  1. Jura Soyfer Gesellschaft
    www.soyfer.at
    Jura Soyfer Online Access
    (Originalmanuskripte, Originalbriefe, Übersetzungen, Aufführungen etc.)
    http://www.soyfer.at/archiv/
    In diesem Kontext wurden Vorschläge zu offenen Suchmaschinen entwickelt. Realisiert hat dies dann Google. In Österreich, in der EU wurde massiv Geld in die Reproduktion des Analogen im Digitalen investiert. Und nun wird das Digitale in der Quantentechnologie reproduziert.
    Bemerkenswert ist die menschliche Solidarität. Anders als im Soyferschen Stück „Der Weltuntergang“ interessieren sich nicht alle nur für sich selbst und ignorieren die Bedrohung. (Bei Soyfer wird die Gemeinsamkeit erst im Schlusslied gefunden.) Das war schon bei der Flüchtlingskrise 2015 der Fall. Die Gestörten sind im Moment noch in der Minderheit. Aber das Gewaltpotential ist nicht zu übersehen.

Bestellungen:
Gerade jetzt sind die Soyfer Texte aktuell. Die Universität Charkiv | Charkow zeigt, wie in dieser Situation eine Theateraufführung virtuell präsentiert werden kann: http://www.soyfer.at/at/veranstaltungen/
Erste Versuche wurden mit Otto Tausig realisiert (siehe die DVD als Beilage zu Jura Soyfer und die Alte Welt), der schon in den 1940er Jahren Soyfer auf die Bühne brachte – im Exil in England.

Die vielsprachigen  Texte dazu gibt es gedruckt bzw. die Originalmanuskripte, die ersten Drucke, die Übersetzungen, Sekundärliteratur via Virtuellem Archiv:
Jura Soyfer Edition 2012 (4 Bände): http://www.soyfer.at/at/jura-soyfer-edition-2012/
Zugangscode: Virtuelles Archiv: http://www.soyfer.at/at/bestellungen/bestellung-zugangscode/
Bücher, CDs: http://www.soyfer.at/at/bestellungen/
Und es gibt zum Beispiel die Notwendigkeit der Aufführung der Oper „Der Weltuntergang“ nach Jura Soyfer von Wilhelm Zobl.
Kostenlos werden die Zugänge zu den Texten jenen zur Verfügung gestellt, die KooperationspartnerInnen sind bzw. auch Menschen, die sich den Zugang sonst nicht leisten könnten. – Aber die gemeinnützige Jura Soyfer Gesellschaft braucht auch selbst Unterstützung. Verkäufe würden helfen.
Und es gibt auch kostenlose Angebote:
Erinnerungsorte
http://www.soyfer.at/at/jura-soyfer-in-oesterreich-und-der-welt/
Virtueller Spaziergang
http://jura-soyfer.dort.pw/

  1. INST
    www.inst.at
    TRANS: Internet Zeitschrift für Kulturwissenschaften
    (Plattform für rund 10.000 WissenschafterInnen, KünstlerInnen aus über 100 Ländern/ nach der Bewertung der EU eine der besten Wissenschaftszeitschriften von Europa)
    http://www.inst.at/trans/
    Buchreihen (z.T. mit CDs, DVDs als Beilagen)
    Darunter: Dokumentationen von Konferenzen mit bis zu 7.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 100 Ländern
    http://www.inst.at/at/buchreihen/
    Es geht um die Themen, bei deren Wahrnehmung die Krisen dieser Zeit vermieden hätten werden können:
    Sprachen, Literaturen, Künste, Universitäten, Internet und Arbeitsmöglichkeiten (Nr. 23)
    Sprachen, Beschäftigungsfähigkeit und die Kontexte der Hochschulbildung, Benchmarking und professionelle Praktiken (Nr. 22)

    Kultur­wissen­schaften: Konzepte, Theorien, Praxis und Herausforderungen (Nr. 20)
    Wissen, Kreativität und Transformationen von Gesellschaften (Nr. 17)
    Innovationen und Reproduktionen in Kulturen und Gesellschaften (Nr. 16)
    Das Verbindende der Kulturen (Nr. 15)
    Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen (Nr. 14)
    Etc.
  1. Polylogzentrum
    www.polylogzentrum.at
    Weltprojekt der Berge
    http://www.polylogzentrum.at/weltprojekt-der-berge/
    Neue Weltzugänge auf der Basis auch von Kulturexpeditionen auf den Kilimanjaro, den Elbrus, den Ararat, in die Arktis, die Wüste zu den Tassili Bergen. Präsentiert am UN Mountain Summit im UN Jahr der Berge 2002 in Bischkek in Kirgistan. Zahlreiche Weiterentwicklungen. Hauptprojekt: Digitales Weltmuseum der Berge
  1. Herbert Arlt: Homepage
    www.arltherbert.at
    Überblick über die 4 Homepages, die von Arlt herausgegeben werden bzw. die Tätigkeiten: http://www.arltherbert.at/neu-aktualisierungen/ Zentrales Motiv: Totenschädel mit Teddybär
    Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Tausenden aus rund 120 Ländern, der Zugang zu Kulturen, der Globalisierung über Menschen. Dazu Reisen in rund 120 Länder. 
  1. Firma Dr. Herbert Arlt e.U.
    Quantentechnologie
    http://www.arltherbert.at/firma-dr-herbert-arlt/
    Es geht um kulturelle Umwälzungen, aber auch um neue Finanzierungen für die Arbeit der Netzwerke.
  1. Geschichte der Homepages
    http://www.inst.at/at/dokumentationen-homepages/
    Es ist eine Schande, wie die großen Institutionen dieses Landes Kenntnisse zur Digitalisierung, zur Quantentechnologie ablehnten und ablehnen. Eine grundlegende Veränderung ist notwendig. Und die Ignoranz der traditionellen Medien dieses Landes wird belegt dadurch, dass über Wesentliches nicht berichtet wird.
    Der Mainstream ist keineswegs das Wesentliche. Das zeigt gerade die Berichterstattung zur Coronakrise.
    Es fehlen die eigentlichen Reflexionen zu den „Berechnungen“, zu den Maschinen, mit den „berechnet“ wird, den Datengrundlagen, den Modellen, den Kontexten. Nicht wirklich wird danach gefragt, wem das nutzt, warum der Tod nun einen anderen Stellenwert in der Argumentation, der Handlungsmotivik erhält.
    Daher bedarf es nicht nur der Neuerungen in der Wissenschaft, sondern auch einer anderen Öffentlichkeit. Die Unterwerfung unter eine Digitalisierung, die Geschäftsmodellen für Profitmaximierung folgt, autoritäre Vorgaben für Darstellungen macht, ist kein Ansatz.