Kurzbiographie

Arlt, Herbert*: Wiss.Dir.Dr., 1958 geboren in Bregenz; Schauspieler/ Dramaturg seit Beginn der 1970er Jahre, Autor (1973: erster Lyrikband), Künstler (Fotos, Dias, Aquarelle, Ölbilder v.a. in den 1970er Jahren), (wissenschaftlicher) Redakteur und Herausgeber seit 1978, Kulturwissenschafter/ wissenschaftlicher Koordinator regionaler und transnationaler Symposien/ Konferenzen/ Projekte mit bis zu 10.000 Beteiligten aus über 100 Ländern seit 1983

Frage- bzw. Themenstellungen wissenschaftlicher Arbeiten: Herausbildung von Sprechen/ Denken/ Methodologien, Sprachen/ sprachmaschinelle Übersetzungen, Identitäten von Nicht-Identitäten/ Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen/ Bedeutung von Sprachen, Literaturen, Künsten, Kulturen, Wissensproduktionen, Digitalisierungen in gesellschaftlichen Prozessen/ Bedeutungen und Strukturen von Erinnerungen/ Erscheinungen von Gewalt (nicht nur Terror, Krieg, Diktatur, sondern auch als Elemente von Bürokratie, Pornographie etc.) und Möglichkeiten der Realisierung von (transnationalen) Friedensprozessen/ Beschreibung künstlerischer, wissenschaftlicher, gesellschaftlicher Prozesse jenseits von Binaritäten, Kategorien, Excel-Tabellen/ Technik und Technologien in gesellschaftlichen Prozessen/ österreichische Literatur als vielsprachige Literatur (18.-21. Jahrhundert)

Schwerpunkte: Herausbildung des Denkens beim Reden/ Notwendigkeit breiter öffentlicher Zusammenarbeit zur Erzielung relevanter Erkenntnisse/ Nutzung neuer Technologien für neue Interaktionen, Kooperationen, Erkenntnisprozesse/ Synergien durch regionale und transnationale Kooperationen (z.B. Centrope) als Mittel für Annäherungen an Wahrheiten in Widerspruchsfeldern/ das Verbindende der Kulturen als Ausdruck gemeinschaftlicher menschlicher Praxis/ Polylog als Grundprinzip gesellschaftlichen Handelns/ Innovation trotz traditioneller Lobbies und destruktiver gesellschaftlicher Rahmenbedingungen/ die Einheit des Widerspruchs (z.B. anhand der Berge)/ der „schwarze Spiegel“ als Element im Kontext von Gewaltpolitik/ die Ablösung der Digitalität (0 und 1, Schwarz und Weiss, Stapelbefehle etc.) durch Quantenprozessoren im Kontext innovativer Prozesse

Projekte: Entwicklung von Projekten vor allem auf der Basis eigener Erkenntnisse und Vorstellungen im Gespräch bzw. in Zusammenarbeit mit Tausenden aus rund 120 Ländern/ Realisierung von Projekten im Auftrag bzw. mit Förderung von Forschungseinrichtungen, der UNESCO, der EU, des Europäischen Parlaments, von Staaten/ Ländern, Städten, Gemeinden und anderen.

Funktionen: Geschäftsführer der Jura Soyfer Gesellschaft seit 1989 und deren Vorsitzender seit 2011,  Wissenschaftlicher Direktor des INST seit 1994 sowie Vorsitzender des Polylogzentrums seit 2014. Eigene Homepage: http://www.arltherbert.at/ Darlegung der Arbeitsweise, der Methodologien, Auflistung und Kommentierung von Publikationen etc. im Rahmen dieser Homepage seit 2015 (damit wird erstmals auch eine Zusammenschau möglich)

Ausbildung, Organisationen und Öffentlichkeit: Besuch der Volksschule und des neusprachlichen Gymnasiums in Bregenz; künstlerische Arbeiten/ Studien (Gedichte, Prosa, Theater, Aquarelle, Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen); Studienreisen nach Italien, Spanien, Portugal, England, Frankreich, Ungarn, Deutschland, Sowjetunion und Jugoslawien bis anfangs der 1980er Jahre); erste Publikation (Gedichtband) 1973; erste Herausgabe einer Zeitschrift (Titel: Germanistik) 1978; Studien an den Universitäten in Salzburg (Germanistik, Geschichte, Philosophie, Jus, Italienisch, Russisch u.a.) und Leipzig (dort: Quellenstudium zur antifaschistische österreichische Literatur in der Akademie der Künste); Promotion an der Universität Salzburg 1988 (Dr.Phil.); Organisation einer ersten wissenschaftlichen Konferenz 1983 in Wien; Unterricht an Universitäten in Berlin, Wien, Salzburg und Innsbruck; Vorträge, Präsentationen, Ausstellungen seit den 1990er Jahren an Universitäten, Akademien, Forschungsinstituten etc. in über 120 Ländern; 1998 bis 2001 Mitglied der österreichischen UNESCO-Kommission (in ihrer ursprünglichen Form aufgelöst: 2001). (Mit-)Organisator von Veranstaltungen, Präsentationen, Symposien und Konferenzen in über 100 Ländern; darunter 2007 der Konferenz Wissen, Kreativität und Transformationen von Gesellschaften mit mehr als 7.000 TeilnehmerInnen aus über 120 Ländern. Bruno Kreisky Anerkennungspreis (2005), Auszeichnungen der Stadt Wien für Symposien und Konferenzen (2002, 2003, 2005, 2007, 2012, 2014,2015, 2016) sowie weitere Auszeichnungen und Preise.

Autor / Ausstellungen/ Bibliographien
Erste Publikation: 1973 (Lyrik). Seit den 1980er Jahren rund 50 selbständige Publikationen (Bücher, Broschüren) und rund 300 wissenschaftliche Beiträge zu Jura Soyfer, zur österreichischen Literatur und zu kulturwissenschaftlichen Fragestellungen sowie gesellschaftlicher Entwicklungen und der Globalisierung. Etliche wissenschaftliche Arbeiten wurden übersetzt (bis 2016  insgesamt in rund zwei Dutzend Sprachen).
Auswahlbibliographien:
Gedruckte Publikationen
Internet Publikationen

Ausstellungen:
„Jura Soyfer“ (1989), „Jura Soyfer und Theater“ (1992), „Seilbahnen – die Kunst der Ingenieure“ (2002), „Jura Soyfer“ (virtuelle Ausstellung 2003), „INST“ (2004), „Virtualität und neue Wissensstrukturen“ (Dezember 2005), „Forschung und gesellschaftliche Vorstellungsbildung“ (2007, 2010) „Jura Soyfer“ (Adaption: 2009/ bis 2016 rund drei Dutzend Variationen/ siehe Polyphonie der Sprachen. 100 Jahre Jura Soyfer).

Herausgeber/ Redakteur/ Koordinator
Seit 1996 Koordinator der INST-Homepage in den sechs UN-Sprachen und Deutsch sowie seit 1998 der Homepage der Jura Soyfer Gesellschaft. 1992 bis 2007 Herausgeber der gedruckten Zeitschrift Jura Soyfer sowie seit 1997 der Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, TRANS und seit 2000 der Zeitschrift Jura Soyfer Online. Seit 1995 Herausgeber der INST-Buchreihen im Röhrig Universitätsverlag Österreichische und internationale Literaturprozesse (bis 2016: 20 Bände) sowie Ost-, Mittel- und Südosteuropäische Literatur-, Theater- und Sprachwissenschaft (7 Bände), im INST-Verlag der Buchreihen TRANS-Studien (2004 bis 2016 13 Bände mit z.T. DVD-Beilagen mit tausenden Beiträgen) sowie der File-Books seit 2012 (bis August 2016: 16 Bände).
Bibliographien:
Homepages
File-Books

Buchreihen

Projekte/ Projektkoordinationen
Durchführung und Leitung von Forschungsprojekten unter anderem für die Jura Soyfer Gesellschaft (seit 1989), für den Fonds zur Förderung Wissenschaftlicher Forschungen (1993 bis 1995), das INST, das Europäische Parlament (präsentiert im Kulturausschuss: 2001), die UNESCO (2 Themen für EOLSS/ Fertigstellung 2003), die Europäische Union (Präsentation im Rahmen der Wiener Vorlesungen am 4.10.2006) sowie einer Reihe von Gemeinden und Staaten. 2007 bis 2010 unter anderem Organisation von Weltkonferenzen mit bis zu 7.000 Teilnehmerinnen aus rund 120 Ländern, 2011 bis 2013 war die Tätigkeit weitgehend Jura Soyfer gewidmet (geboren am 8. Dezember 1912 in Kharkow/ Charkiv in der Ukraine) sowie gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen, 2014 dem Projekt „Tourismus und regionale Kulturen“ (Teneriffa). Derzeitige Schwerpunkte: vierbändige gedruckte Edition Jura Soyfer 2012/ Virtuelles Soyfer Archiv sowie das Polylogprojekt (Entwicklung der ersten Elemente als Teil des Polylogzentrums seit 2015: Weltprojekt der Berge [Projektvorlauf seit 1998], Polylogforen [erste Weltkonferenz 1999 in der UNESCO-Zentrale in Paris]).

Filme

  • Virtualität und neue Wissensstrukturen (2006) (Aufnahmen, Schnitt, Ton: Reza Tavakoli)
  • Trailer: INST-Weltfernsehen (Drehbuch) (2008)
  • Der Weg in den Tod (Zum 70. Todestag von Jura Soyfer im Konzentrationslager Buchenwald/ gestorben am 16.2.1939) (Idee, Drehbuch, Koordination) (2009)
  • Otto Tausig spielt Broadway-Melodie 1492 (Idee, Koordination) (2009) (Aufnahmen, Schnitt, Ton: jeweils Branko Andric)
  • Portraits von KulturwissenschafterInnen

Künstlerische Arbeiten
Gedichte, Prosa, Theater, Ausstellungen, Präsentationen, Filme

*Die Kurzbiographie wird nach Maßgabe der Interaktionen und Projekte konkretisiert und erweitert. Es gibt umfangreichere Darstellungen, die zum Beispiel entstanden, als ich offiziell eingeladen wurde, mich als Direktor des Hauses der Geschichte Österreich zu bewerben, mich dieser Aufgabe stellte, da ich mich empirisch und theoretisch seit den 1970er Jahren mit österreichischen Sprachen, Literaturen, Künsten etc. beschäftigt hatte. Das eigentliche Ziel aber verbleibt die Konstituierung eines Polylogzentrums in Wien.
Während mir BürokratInnen seit Jahrzehnten die Zeit stehlen, um meine Darstellungen zu schreiben, ich zeitweise im Angesicht der destruktiven Reaktion in eine „Winterstarre“ verfiel, ist mit dieser Homepage die Zeit des „Frühlings“ gekommen. Aber auch die Homepages der Vereine wurden ausgebaut, Soyfer mit dem Projekt Open Access und TRANS eine neue Öffentlichkeit verschafft, mit dem Mittelmeer/ Afrika Projekt neue Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten eröffnet, mit dem Quantenprojekt der Anspruch gestellt, Innovationsprozesse neu zu strukturieren.
Es ist eine Zeit des Aufbruchs als Subjekt in der Globalisierung.