titel_baer

Zur Rezipierbarkeit der Homepage
Motiv/ Ölbild: Herbert Arlt (1928 – 1955) | Korrelierung/ Motiv: Elfriede Jelinek


Leitartikel Neuigkeiten      Miszellen/ Rezensionen     Tageskommentare   Internetpublikationen

Aktuelle Fassung: 10.6.2018


Die Arbeitsweise
Erläuterungen zur Homepage


Seit September 2015 versuche ich meine eigene Homepage zu entwickeln, nachdem ich seit 1996 Homepages für Vereine herausgebe. Der Stand (siehe zu meiner Tätigkeit auch die Rechte Spalte auf dieser Seite) mit Juni 2018 ist:

Zusammenschau
Meine Homepage erlaubt mir, eine öffentliche Zusammenschau meiner Tätigkeiten zu geben, aber auch zu Elementen meiner Tätigkeit zu publizieren, die für eine Zeitschrift, ein Buch, eine Vereinshomepage, ein Archiv, ein Museum etc. nicht geeignet wären. Dennoch sind diese Elemente wichtig, um zu verstehen, welche Möglichkeiten ein Subjekt auch unter den Bedingungen der Globalisierung hat, wenn es wissenschaftlich oder künstlerisch - gerade auch im Kontext von Projekten mit vielen  - zusammenarbeitet. Und gerade diese Homepage soll auch Zusammenarbeit ermöglichen, transparent machen.

Fragestellungen/ wissenschaftliche Schwerpunkte
Zur Skizzierung der Arbeitsschwerpunkte sollen die Kurzbiographie und die kommentierten Bibliographien dienen, die sich in Ausarbeitung befinden. Anhand dieser sollen die wesentlichen Fragestellungen und Schwerpunkte der Arbeiten seit dem Beginn der 1970er Jahre dargestellt werden, wie sie von mir in hunderten Publikationen in rund zwei Dutzend Sprachen öffentlich gemacht wurden.
Am Beginn meiner eigentlichen öffentlichen Tätigkeit steht die Gedichtsammlung "Von den großen Städten" (1973). Traute Foresti las daraus im Vorarlberger Rundfunk. Walter Scheiner, damaliger Kulturredakteur der Vorarlberger Nachrichten, präsentierte den Band in der Aula des Gymnasiums in Bregenz vor hunderten Mitschülern. Ein Gedicht daraus wurde auf Initiative von Univ.Prof.Dr. Walter Methlagl in die Anthologie Vorarlberger Lyriker aufgenommen (Franz-Michael-Felder-Verein: Fink's Verlag 1979).
Der Lyrikband "Von den großen Städten" ist der Beginn meiner öffentlichen Auseinandersetzungen mit Sprachen, Literaturen, Künsten, Wissensproduktionen, Gesellschaften vor dem Hintergrund von Gesprächen, Reisen (bisher in mehr als 120 Ländern), Publikationen. Dazu zählen auch die Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen in den 1970er Jahren (Sylvia Plath, Leonard Cohen, Arthur Rimbaud, Paul Eluard), aber auch meine Auseinandersetzungen mit sprachmaschinellen Übersetzungstheorien seit Ende der 1970er, anfangs der 1980er Jahre.
Zentrale Teile meiner wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten sind den Erinnerungen, der Geschichte gewidmet. Seit den 1970er Jahren geht es um Dokumentierungen, um Archive, um Museen. Hier wurden in letzter Zeit mit dem Virtuellen Soyfer Archiv/ Jura Soyfer Open Access und dem Digitalen Weltmuseum der Berge Projekte in völlig neuer Art entwickelt - auf der Basis von Erkenntnissen, die ins 18. Jahrhundert zurückreichen, zugleich aber auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, auf der Kooperation mit KünstlerInnen basieren und Konsequenzen aus den neuen technologischen Möglichkeiten ziehen. Und ich bringe auch selbst technologische Innovationen, Erfindungen ein.
Diese Art des Umgangs mit der Digitalisierung steht in grundsätzlichem Kontrast zum Internet als Ort des Recyclings, der Organisation von Autoritarismus im neuen Gewand.
Zugleich ging es seit den 1970er Jahren aber auch um gesellschaftliche Tätigkeiten (z.B. im Rahmen von Vereinen bzw. auch Institutionen), um Öffentlichkeiten, mit denen einiges in Bregenz, Salzburg, Wien - in Österreich -, in Europa, im Rahmen der Globalisierung erreicht werden konnte.
Nicht herausgearbeitet wird hier die Struktur der Zusammenarbeit mit Tausenden in personifizierter Form für die Art des Denkens, des Dichtens,  des Übersetzens soweit dies nicht das wissenschaftliche, das künstlerische Arbeiten, Publizieren erfordern. Und zwar aus dem gleichen Grund, weshalb ich nicht auf Facebook, Twitter etc. präsent bin. Denn meine Erfahrung ist, dass von Bürokraten, repressiven Einrichtungen gezielt versucht wurde und wird, menschliche Beziehungen, fachliche Zusammenarbeit zu zerstören, um Macht für Personen, Gruppen, Parteien, Staaten etc. durchzusetzen. Dass und wie das gemacht wird, ist mittlerweile Gegenstand öffentlicher Diskussionen, die sich aber erst am Anfang befinden.
Ich erspare mir damit auch den "Diskurs" mit Bots, funktionalen Analphabeten, böswilligen Nicht-Verstehern, Vorurteilswiederholern, Machtdienern etc. Diejenigen aber, die substantielles einzubringen haben, waren und sind eingeladen, am Diskurs teilzunehmen. Und sie nehmen diese Einladung wahr, wie die Publikationen von Tausenden im Rahmen meiner Plattformen (Bücher, Zeitschriften, Homepages etc.) zeigen.
Die Verweigerung meiner Präsenz auf Facebook, Twitter etc. ändert daher nichts an meinem prinzipiellen Verständnis daran, dass ich mich als Teil eines breiten Prozesses, eines Netzwerkes verstehe und auch immer wieder darauf verweise, dass meine Erfahrungen, meine Erkenntnisse aus eben diesen Prozessen, diesen Kooperationen resultieren. Das Vorhaben ist, diesen Teil meiner Tätigkeiten im Rahmen einer "kollektiven" "Autobiographie" im Nachhinein öffentlich zu machen - als Beitrag zu gesellschaftlichen Erinnerungen.
Abgesehen davon sind Facebook, Twitter etc. auch in keiner Weise geeignet, Erkenntnisse zu präsentieren. Soweit Möglichkeiten bestehen, Erkenntnisse tatsächlich darzulegen, wird auch über die eigenen Seiten hinaus von den Angeboten des Internet Gebrauch gemacht (z.B. Publikation von Beiträgen im Rahmen von Academia.edu).
In diesem Sinne geht es daher nicht darum, mich mit dieser Homepage als Individuum in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht um die gemeinsamen Leistungen des Denkens, des künstlerischen Arbeitens, des Informationssammelns, um gemeinsame Projekte, Plattformen etc., die von repressiven Strukturen nicht zerstört werden können (wohl aber die Menschen, die diese Leistungen erbringen). Es geht um das Verbindende von Tausenden über Grenzen hinweg - für eine Öffentlichkeit von Millionen. Aber auch um das, was ich in diesen Prozess durchaus als Subjekt eingebracht habe.
Grundsätzlich geht es aber auch darum, neue Diskurs- und Kooperationsformen jenseits von 0 und 1 zu entwickeln.

Struktur der Öffentlichkeit
Die Rubriken Methodologie/ Theorie, Gedichte, Bilder, Buchreihen, Internetpublikationen, Homepages dienen dazu, einen Überblick über die öffentliche Arbeit zu verschaffen. Diese Rubriken sind zum Teil erst marginal entwickelt, aber sie sind im Ausbau begriffen - im Kontext von Interaktionen, im Rahmen von Projekten und deren Vorbereitungen. Denn die Ausarbeitung dieser Homepage richtet sich nach der (Selbst)Aufmerksamkeit in Bezug auf einen komplexen kreativen Prozess, der hunderttausende Seiten umfasst, aber auch zehntausende Bilder, Filme etc. auf der Basis der Fähigkeit, seit Jahrzehnten selbst für Öffentlichkeit zu sorgen (mit Lesungen, Präsentationen, Aufführungen, Ausstellungen, Dia-Serien, Kopien, Wachsmatrizen, Offsetdruck, Filmen, Digitaldruck, Wordpress - erste Programmierausbildung 1976 am Gymnasium in Bregenz) - im Kontext von Repression, Destruktion. Immer war in Kooperation mit einer Vielzahl von Menschen aber auch Freundschaft, menschliche Solidarität wichtig, die das Überleben ermöglichten, Glück trotz vieler Konflikte spürbar machte.
Dazu kommen die handwerklichen Fähigkeiten im Rahmen der Organisation von Öffentlichkeit (darunter: Offset-Druck etc.), aber auch meine Arbeiten als Bauarbeiter, Holzfäller, Felsputzer, Fabrikarbeiter etc., in deren Rahmen ich viel über Arbeitsorganisation, aber auch über Gesellschaften gelernt habe.
Seit 2017 - inmitten heftiger weltweiter gesellschaftlicher Auseinandersetzungen - scheint nun Entfaltung trotzdem möglich zu sein. Meine Winterstarre im Angesicht der Destruktionen durch die Autoritären, Rechten habe ich seit einiger Zeit beendet. Die Bundespräsidentschaftswahl hat per 4. Dezember 2016 gezeigt, dass es keinen Automatismus gibt, der die Rechte an die Macht bringt. Eine gesellschaftliche Entwicklung in einem sozialen und demokratischen Sinne ist möglich. Das zeigt mir auch all jenes, was mir gesellschaftlich bisher möglich war - im Rahmen von Wien, Österreich, Europa, der Globalisierung. Dass die Rechten sich bei der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 durchsetzten, war nur auf der Basis möglich, dass sie die eigentlichen Inhalte nicht zur Diskussion stellten und die Linke in sich gespalten war, wie sie sich gegenüber dem Boulevard bzw. der FPÖ verhalten solle.
Die Rechte vereinte der Wille zur Macht. Freilich zeigt sich anhand des Anti-Raucher-Volksbegehrens, anhand des Umgangs mit Gewalt, mit der EU etc., dass grundlegende Bruchlinien vorhanden sind. Das wird aber nicht zum vorzeitigen Sturz der Regierung oder deren Abwahl führen, wenn die humanistischen Kräfte nicht zusammen finden, sondern weiterhin Machtspiele betreiben. Vor allem Politiker wie Michael Ludwig könnten ein Trumpf in der Hand der Rechten werden, um ihre Macht zu erhalten.

Statistiken
Mit derzeit bis zu gut 16,5 Millionen Abfragen pro Monat zu den Internetpublikationen, die von mir herausgegeben bzw. geschrieben wurden, zeigt sich, dass die Öffentlichkeit für diese weltweiten Netzwerkinteraktionen nicht klein ist. Verbunden sind diese Abfragen mit rund 30.000 persönlichen Emails pro Jahr, Emaillisten, Übersetzungen meiner Texte in rund zwei dutzend Sprachen, Aufmerksamkeit auch durch die traditionellen Medien (diese reicht vom Standard, Wiener Zeitung, ORF in Österreich über Fernsehanstalten im Kaukasus bis zum Indischen Nationalfernsehen sowie Medien in den USA oder auch Argentinien und in Algerien).
Es sind bisher punktuelle Öffentlichkeiten, die aber dennoch mit grundsätzlichen Veränderungen verbunden sind - inmitten einer Welt, in der der Krieg nicht erklärt, aber geführt wird. Und dennoch ist in dieser Welt Friede möglich. Aber die neuen Rahmenbedingungen müssen genutzt werden. Dazu zählen das Argument, die Sachlichkeit, offene Strukturen für den Austausch, neue Zugänglichkeit von Daten, die Entwicklung von Kommunikationsstrukturen jenseits von 0 und 1.
Hier wiederholt die Rechte ihre Fehler. Ging es noch in den 1990er Jahren darum, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, so wurde stattdessen damals versucht, die analoge Welt in der digitalen Welt zu spiegeln. Nun wiederholt sich - strukturell gesehen - der gleiche Fehler in neuer Weise. Denn nun geht es um die Beschleunigung von 0 und 1, womit es weiterhin keine Möglichkeit gibt, komplexe/widersprüchliche Verhältnisse zu erfassen. (Ein Beispiel dazu ist die Förderung der Entwicklung von "Quantencomputern" durch die österreichische Rechtsregierung wie dies im Februar 2018 angekündigt wurde.)

Beschränktheit: Suchmaschinen
Freilich zeigt sich immer wieder, wie durch Suchmaschinen auch Beschränkungen auftreten. So sollte das Ölbild als Motiv für die Homepage dienen und durch den Verweis auf die Homepage von Elfriede Jelinek auf eine Komplexität aufmerksam gemacht werden. Mit Juni 2018 ordnete freilich Google die Homepage meinem 1955 verstorbenen Onkel zu. Siehe dazu den Screenshot.
Damit kann die Erfassung dieser Homepage auch als ein exemplarisches Beispiel für die Beschränktheit der digitalen Welt gewertet werden, der ich mich in meinem Eröffnungsreferat an der Universität in Oran 2 am 11.3.2018 widmete.

Tagesaktualität
Die Rubriken Neuigkeiten, Tageskommentare und Miszellen dienen dazu, die Verbindung zwischen "täglichen" Ereignissen und den künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten, dem politischen Geschehen im Sinne der Verbindung von Tagesereignissen mit Grundsätzlichem bzw. Grundwerten darzustellen. Mit Miszellen verweise ich auf einen Teil meines Informationshintergrundes.
Wichtige Quellen wie persönliche Gespräche, persönliche Interaktionen via Email und Skype, eigene Veranstaltungen etc. werden hier (siehe oben) nicht öffentlich gemacht. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass über 10.000 WissenschafterInnen, KünstlerInnen, PolitikerInnen etc. aus über 100 Ländern an Projekten beteiligt sind, die ich koordiniere. Daher wurden eigene Strukturen entwickelt, um unter diesen Bedingungen eine produktive Kommunikation zu ermöglichen, die wesentlicher Bestandteil der Entwicklung meines Denkens und Wirkens ist. Hervorgehoben wird diese Gemeinsamkeit, dieses Einbringen, die Art der Entwicklung des Denkens, von Synergien immer wieder. Zum Beispiel auf der Startseite von TRANS, mit den Kurzbiographien der BeiträgerInnen zu den Homepages, der Bibliographie ihrer Beiträge zu den Seiten. Vereinzelt kam es auch zu Würdigungen. Etliches (Texte, Filmaufnahmen etc.) stehen dafür bereit. Aber der Kampf mit der Bürokratie frisst viel Zeit, die anderweitig besser eingesetzt werden könnte.
Dazu kommt die [interaktive] Nutzung von Medien in fünf Sprachen, die neben den persönlichen und wissenschaftlichen Informationsquellen eine wesentliche Rolle spielen.

Ausgearbeitete Beiträge und Dokumente
Unter den Rubriken Auswahlbibliographie/ Druck sowie Internetpublikationen sind ausgearbeitete Beiträge zu finden: Artikel, Aufsätze, Broschüren, Bücher. Da die gedruckten Beiträge (rund 50 Broschüren und Bücher, hunderte Aufsätze etc.) aufgrund ihrer Verstreutheit nur schwer zugänglich sind, sollen sie nach und nach im Netz zugänglich gemacht werden. Darunter die 600-Seiten-Dissertation zu Jura Soyfer (1988) via Virtuellem Soyfer Archiv bzw. Jura Soyfer Open Access im Jahre 2018 und Aufsätze auch unter Internetpublikationen im Rahmen dieser Homepage.
Weiters sollen 2018 im Rahmen von Jura Soyfer Open Access bis zu 5.000 Dokumente publiziert werden, die wesentlich zum Verständnis von Jura Soyfer beitragen könnten. Auch auf dieser Homepage sollen in den kommenden Monaten und Jahren etliche Dokumente öffentlich gemacht werden.

Vielsprachigkeit
Bisher wurden Texte von mir in zwei Dutzend Sprachen übersetzt. Die Homepage ist aber nur in Deutsch und Englisch. Ebenso die Seiten des Polylogzentrums. Die INST-Seiten sind in den 6 UN-Sprachen + Deutsch (wobei die allgemeinen Texte zum Teil völlig veraltet sind). Die Homepage der Jura Soyfer Gesellschaft bietet - vor allem aufgrund von Jura Soyfer Open Access bzw. Virtuellem Archiv Texte in bis zu 50 Sprachen an, aber nur vereinzelt.
Im Jahre 2018 sollen daher zumindest in Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Spanisch etc. die Angebote qualitativ ausgebaut werden (nicht nur via TRANS bzw. dem Soyfer-Seiten).

Besonderheiten und Wirksamkeiten
Die großen Gelder zur Förderung der Wissensproduktionen flossen in Österreich bzw. in der EU in die Reproduktion, die Binarität, Hilfsdienste für Religionen und Ideologien, traditionelle Wirtschaftsstrukturen, die über ihre Lobbies verfügen und neuerdings verstärkt wieder ins Militär, die Geheimdienste, nachdem sich die Beschränktheit der politischen Fähigkeiten für eine Friedenspolitik erwiesen hat (auch im Zuge der Ignorierung von Fakten, der Einführung von Irrationalität als politischer Handlungsgrundlage, der Missachtung der Interessen anderer, der einseitigen Handhabung internationaler Rechtsprechung).
Dieser Weg der Krieger führte in das Desaster der Flüchtlingsbewegungen, dem nun wieder mit Gewalt begegnet werden soll, aber auch an den Rand eines Atomkrieges zwischen den USA unter der Regierung des Kriegers Trump und Nordkorea oder dem Iran oder anderen Ländern, der wohl in einen Weltkrieg mit hunderten Millionen Toten ausarten würde, eventuell sogar in einer Vernichtung der Erde münden würde, da er wahrscheinlich nicht lokal beschränkbar wäre.
Dagegen ging und geht es mir um die Identität der Nicht-Identität, die Einheit der Widersprüche, offene Suchfelder, Quantentechnologie, Dokumentationsgespräche/ Erinnerungen, Akten, Realitätszugewandtheit, Wahrheitsannäherung, transnationale Kooperationen, soziale Gerechtigkeit, das Friedensprojekt Europa als Element eines Weltfriedensprojektes.
Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung des Instrumentariums "Dokumentationsgespräch" in den 1980er Jahren (das auch das Interesse von Steven Spielberg fand, der zehntausende von Überlebenden des Holocaust interviewen ließ) sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen zu sprachmaschinellen Übersetzungen, den offenen Suchmaschinen, wie sie heute Google verwendet (meine erste öffentliche Darstellung der Prinzipien erfolgte 1992 in der Zeitschrift "Jura Soyfer"), Studien zur Wissenschaftsgeschichte in Archiven von einem dutzend Ländern, 8 Weltkonferenzen mit bisher bis zu 7.000 Beteiligten pro Konferenz, Projekten für die UNESCO, das Europäisches Parlament, die EU, diverse Staaten, Länder, Gemeinden, Auseinandersetzungen mit den Möglichkeiten mit Quantencomputern seit Mitte der 1990er Jahre, die nun in Erfindungen im Bereich der Quantentechnologie mündeten, die die Basis für sprachmaschinelle Übersetzungen bzw. für künstliche Intelligenz sein werden.
Prinzipiell neue Möglichkeiten für die Entfaltung der Arbeit bzw. der Kooperationen und Öffentlichkeiten bieten meine Erkenntnisse zur Quantentechnologie. Dies ist eine Ermöglichung des Übergangs von 0 und 1, Schwarz und Weiß zur "Farbe" (um dies in Form einer konzeptionellen Metapher zu formulieren). Diese Erkenntnisse sind die Voraussetzungen für sprachmaschinelle Übersetzungen, künstliche Intelligenz.
Während sich die Welt der Numerik, der Algorithmen in Ihrer Beschränktheit mehr und mehr offenbart, eröffnen sich mit den Quantentechnologien völlig neue Möglichkeiten, die freilich einer entsprechenden gesellschaftlichen Nutzung bedürfen - wie alle anderen Technologien auch.
In diesem Kontext habe ich 2017 auch das Konzept eines Quantencomputers verworfen. Dazu mehr in meinem Vortrag an der Universität Oran 2 im März 2018.

Die neue Öffentlichkeit
Ein wesentlicher Unterschied zu den Öffentlichkeiten seit den 1970er Jahren ist, dass sich Interaktionen faktisch ohne Kosten realisieren lassen. Damit ist eine Demokratisierung eingetreten, die zugleich aber mit Armut und neuen Formen der Überwachung und Unterdrückung verbunden ist, deren Strukturen sich seit Jahrhunderten nicht wesentlich gewandelt haben. Ebenso hat der Hass eine neue Öffentlichkeit gefunden, der zum Beispiel auch von Heinrich Mann thematisiert wurde (der Hass gegen Fakten, Vernunft, Aufklärung, Intellektuelle, Humanität). Nicht mehr nur die Leserbriefforen wie die der Kronen-Zeitung sind in dieser Hinsicht wirklich bedeutsam, sondern vor allem Foren im Internet, die mit traditionellen Medien wie der Kronen-Zeitung durchaus verbunden bleiben können, aber bereits jetzt die Öffentlichkeit von Medien wie die Kronen-Zeitung untergraben.
Dieses Instrument des Hasses sollte im Zusammenhang mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Zerstörungen nicht unterschätzt werden. Denn es ist im Kern auch verbunden mit der Zerstörung demokratischer Strukturen, da demokratische Entscheidungsprozesse gezielt mit Kampagnen unterlaufen werden.
In diesem Kontext haben - im positiven wie im negativen Sinne - Wahlen in letzter Zeit die Beschränktheit der Möglichkeiten traditioneller Medien gezeigt und den alten Hass im neuen Gewand der Digitalisierung. Dennoch: Die Überwindung von Hunger, Armut, Krankheit, Ungerechtigkeit, Polarisierungen und Gewalttaten zur Verschleierung gesellschaftlicher Prozesse, Gewaltstrukturen etc. wird eine wesentliche Motivation für die Veränderungen im 21. Jahrhundert sein. Kein Geheimdienst, kein Militär wird das verhindern können, sowie Geheimdienste, Militär und andere Gewaltapparate à la longue noch nie etwas prinzipiell verhindern konnten - bei allen Zerstörungen, allem Leid, die durch sie angerichtet wurden (gerade auch aufgrund der zeitlichen Verzögerungen von menschlichen Möglichkeiten).
Vielmehr wird sich herausstellen, dass ein neuer Umgang mit Sprachen, Literaturen, Künsten, Wissensproduktionen, Kommunikationen etc. im Zentrum der neuen gesellschaftlichen Entwicklungen wird stehen müssen - nicht Reproduktion, Binarität, Autoritarismus etc. Das wird keine lineare Entwicklung sein, sondern eine Entwicklung in Widerspruchsfeldern, für die es einer demokratischen Öffentlichkeit, einer sozialen Demokratie bedarf, ohne die sich Denken, Kreativität, Humanität etc. nicht entfalten können. Vielmehr zeigt sich, dass durch die Verbreitung der Digitalisierung die Innovationsrate sinkt. Der Futurismus bewahrheitet sich nicht. Die Ursache dafür wird aber noch nicht erkannt. Es ist - wie im 20. Jahrhundert - ein Futurismus weitgehend ohne Gedächtnis, ohne Zuwendung zu den Menschen, zur Realität.
Sprachen, Literaturen, Künste, Wissenschaften können in diesem Prozess eine bedeutsame Rolle spielen. Das zeigen auch die Beiträge zu den Konferenzen in Yaounde, Ragusa, Oran, die seit Sommer 2017 in TRANS publiziert wurden.
Wie immer entsteht eine neue Welt aus einer alten Welt. Die neue Welt wird im Sinne einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen Elemente der alten Welt beinhalten. (Noch nie verschwand eine alte Welt vollständig im Kontext einer neuen Welt.)
Digitalisierungen bieten zur Entwicklung einer neuen Welt neue Möglichkeiten, aber sie sind nicht die neuen Möglichkeit. Die neuen Möglichkeiten kommen mit den Quantentechnologien, wozu seit dem Sommer 2017 Grundlagenarbeiten geleistet wurden, die qualitativ über die Ergebnisse meiner Forschungen zu Quantencomputern seit Mitte der 1990er Jahre hinausgehen. Es geht nicht mehr um Quantencomputern wie in meiner Schrift von 1995, sondern es geht um Quantenprozessoren. (Dazu wird näheres erläutert, wenn das Patent eingereicht sein wird.)
Mit dieser neuen Technologie gibt es aber noch keinen neuen Umgang der Menschen, der Staaten miteinander. Aber sie kann dabei behilflich sein.
Als Experiment entwickle ich in diesem Kontext zum Beispiel Texte. Es ist interessant zu sehen, wie sie sich (unzitiert) in der Öffentlichkeit entfalten und dabei eine Wirksamkeit neuer Qualität erhalten. Darunter fallen die Texte Die Mehrheit, Wahlkampfhelfer und Vorstellungsbildung und Machtspiele.
Noch intensiver sind die Wirkungen, die von Jura Soyfer Open Access, TRANS, den Seiten zum Weltprojekt der Berge ausgehen.

 Erste Fassung: 21.7.2016
Erweiterte Fassungen: 7.8.2016, 24.10., 1.11., 12.12., 13.12., 14.12.2016, 5.1., 28.3., 22.7., 13.8., 15.8.2017, 10.2., 24.2., 1.3., 6.4., 9.5.2018.